RICOLETTAS WELT

Supermoto – die Wurzeln

Auszugsweise nachbearbeitet aus Wikipedia, die freie Enzyklopädie und SuperMoto-Online-Magazin:

Supermoto zählt sicherlich zu den spektakulärsten Motorsportvarianten überhaupt und ist mit das Beste, was der Motorradsport in den letzten Jahren hervorgebracht hat.

Supermoto – ebenso gebräuchlich ist der Begriff Supermotard – charakterisiert ursprünglich eine spezielle Art von Motorrädern, ist aber auch gleichzeitig die Bezeichnung für die mit diesen Maschinen abgehaltenen Rennsportserien.

Der amerikanische Fernsehsender ABC veranstaltete 1979 auf der Rennstrecke in Carlsbad, Kalifornien, den ersten, so genannten Superbikers-Wettbewerb. Es galt herauszufinden, wer unter den Straßen- und Motocross-Fahrern der beste Allrounder sei, und dies auf einer Strecke, die zur einen Hälfte aus Asphalt und zur anderen Hälfte aus losem Untergrund – Offroad oder Dirtsection – bestand. Mit dieser Frage nach dem Titel „Meister aller Disziplinen“ war Supermoto geboren.

Superbiker Carlsbad 1981 - Photo by Yamaha-Motor.fr

Copyright by Yamaha-Motor.fr

 

Nach der TV-Premiere verschwand die neue Sportart – Hybridracing – in den USA dann aber ein paar Jahre später wieder in der Versenkung, kam Ende der achtziger Jahre nach Frankreich und erfasste schließlich Anfang der neunziger Jahre auch Deutschland. In der Nähe von Paris fand das erste europäische Rennen statt – 1983. Im frankophonen Sprachraum nennt sich die Disziplin bis heute Supermotard (Motard=Motorradfahrer). In Deutschland wurde 1991 das erste Rennen auf dem Streckenabschnitt „Dunlopkehre“ des Nürburgrings ausgetragen. Rund 100 Starter waren beim ersten „Speedcross“ am Start.

Der Sport entwickelte sich rasant zu einer eigenständigen Disziplin. Inzwischen international etabliert, begannen die Hersteller von Enduro- und Motocross-Motorrädern, Varianten ihrer Modelle in spezieller Supermoto-Spezifikation ab Werk anzubieten, vornehmlich europäische Anbieter wie Aprilia, Husaberg, Husqvarna, KTM, TM oder VOR. Die Japaner sind mit Yamaha, Suzuki oder Honda – vor allem in den Hubraumklassen bis 450 ccm – vertreten.

Die Wettbewerbe werden auf eigens präparierten Rennstrecken, oft auch Kartbahnen, ausgetragen, welche für die Supermoto-Bedürfnisse gegebenenfalls umgebaut werden – Rennatmosphäre und Nervenkitzel pur, auf Strecken, die aus Asphalt und Offroadabschnitten in einem definierten Verhältnis bestehen. Es kommt jedoch auch gelegentlich vor, dass Wettbewerbe in Karthallen ausgetragen werden.

Die zunehmende Beliebtheit von Supermotos hat in Deutschland zur Entstehung zahlreicher neuer Wettbewerbe geführt; unter ihnen die Internationale Deutsche Meisterschaft und der Deutsche Supermotopokal. Auch mehrere Markenpokale, Amateurserien und Talentcups zur Nachwuchsförderung werden organisiert. Beispielsweise die Serien von KTM und dem ADAC Supermoto Junior Cup, sowie dem S3 Youngster Cup, der ADMV Drift Cup oder der Ü-40-Cup des Forums von Supermoto.de. 2007 wurden die bis dahin bestehenden Klassen mit den verwirrenden Bezeichnungen Profi und Prestige durch die Kategorien S1 (bis 450 ccm) und S2 (über 475 ccm) ersetzt.

In den USA werden anlässlich der X-Games auch Medaillen vergeben – bei der 15. Auflage in Los Angeles im Jahr 2009 siegte mit Ivan Lazzarini erstmals ein Europäer – Ivan Lazzarini (Italien) holte Gold vor dem Amerikaner Mark Burkart und Adrien Chareyre aus Frankreich.

Mauno Hermunen 2009 in St. Wendel

Mauno Hermunen 2009 in St. Wendel

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Kapitelübersicht

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