RICOLETTAS WELT

PCL Vintage-Amp

Gekauft habe ich den Amp 1986 bei Axel Götz, damals noch bei der Fa. Louis in Saarbrücken – heute Musikhaus an der Saar. Heute benutze ich ihn nur noch als Endverstärkung für meinen Rocktron PRO G.A.P. V2-Preamp, der im Rack zusammen mit anderen Prozessoren für meinen Sound verantwortlich ist. Aber auch ohne FX klingt der Amp immer noch zeitgemäß und steht durch seine Variabilität den moderneren Vertretern seiner Bauart in nichts nach!

Mastervolume

Mastervolume

Hier noch Auszüge aus einer Beschreibung, die ich direkt von Günter Philipp von pcl-vintageamp auf Anfrage per E-Mail erhielt:

[…]

Also da muss man sehr lange ausholen, es gibt da sehr viel zu erzählen. Dieser Lead L1 war zwar nicht der Mittelpunkt unserer Geschichte, er war eher ein Rand- bzw. ein Verlegenheitsprodukt. Aber heiß umkämpft. Der Nachfolger dieses Lead1 hieß dann Champion, das hatte nur interne Gründe, und dieser Champion wurde fast genauso gebaut wie Deiner (Anmerkung: der Lead 1).

[…]

Da dann das Ding mit seiner Bastfront fast so aussah wie der Mesa Boogie, wurden wir von Mesa Deutschland angegriffen, gleichzeitig hat uns die Firma Hohner verklagt wegen dem Namen Champion, den hatten die sich schützen lassen, allerdings dummerweise nur für Schlagzeuge. Mesa konnte uns auch nix, da unser Bespannstoff, dieses Bastzeugs, von uns entwickelt worden ist. Mittlerweile wurde dieser Lead1 immer weiter entwickelt und war seinerzeit einer der meistverkauften Gitarrenverstärker in Deutschland oder auch Schweiz.

Der große Bruder des Lead 1 war unser Vintage-Amp Groove. Der Groove und der Lead waren unsere ersten Halbleiterverstärker, und es waren auch fast die einzigen Halbleiteramps, die gegen die Röhrenteile anstinken konnten. Beide Amps waren auch sehr beliebt, z.B. hat sich seinerzeit Mike Oldfield so einen Groove gekauft um seine damalige LP aufzunehmen, wie die jetzt hieß weiß ich nicht mehrt, irgendwas mit „…bells oder so, na ist auch egal.

Der Groove und der Lead waren die ersten Gitarrenverstärker, deren Endstufe mit den damaligen legendären Hitachi Mos-Fets aufgebaut war und auch richtig und sicher funktioniert hat. Das war damals gar nicht so üblich. Viele hatten da probiert und sind entnervt wieder auf die 3055 umgestiegen. Das sind Wald- und Wiesentransistoren, die funktionieren schon, aber diese Mosfets das war doch eine ganz andere Hausnummer.

Also unsere Endstufe wurde oft kopiert und versucht nachzubauen. Die Leistung des Grooves war 120 Watt an 4 Ohm, der Lead macht immerhin noch 60 Watt.

[…]

Also, Dein Amp ist Baujahr 1985 eher gegen Ende `85. Technische Unterlagen sind leider keine mehr vorhanden.

Übrigens war dieser Amp bei vielen Profis als Backstage-Amp beliebt. Nun Mike Oldfield war jetzt nicht das Paradebeispiel, interessant war ja auch damals, dass dieser Amp von seinem Gitarrenmensch ausgesucht wurde. Das Ganze spielte sich in einem Münchener Musikladen ab. Und Du kannst Dir ja vorstellen, da stand alles rum, was Rang und Namen hatte und Geld spielte mit Sicherheit da keine Rolle.

[…]

PCL Vintage-Amp

Die technischen Daten:

PCL Vintage-Amp Lead Series L1 – Custom

Halbleiter-Combo, 2 Kanäle, 60 Watt MosFet

der serienmäßig verbaute Fane Classic 13/70-Speaker 70 Watt wurde Ende 2009 gegen einen Celestion G12/T75 getauscht

halboffene Bauweise

Gehäusebezug entfernt – Holz gebeizt und klarlackiert

Frontbespannung aus Korbgeflecht

Accutronics Federhall

Anschlüsse:

Input – Effect In – Effect Out – Line Out – Footswitch – 2 Speaker-Anschlüsse (davon 1 nachgerüstet)

Regler:

Channel 1

Treble (Shift-Switch) – Bass – Volume (Bright-Switch)

Channel 2

Treble (Shift-Switch) – Bass – Drive (Bright-Switch) – Master

Presence – Reverb

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PCL Audio / Vintage-Amp hat auch eine Fanseite bei Facebook:

KLICK

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Kapitelübersicht

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2 Kommentare »

  1. ich hat ein PCL-Vintage amp gekauft (sorry for my bad german) and ich brauche ein manual/benutzerhanbuch. konnen sie mir helfane ?

    Kommentar von tom ostric — Montag, 13. Mai 2013 @ 14:27 (2:27 PM) | Antwort


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